An unserer Schule gestalten die Kinder das Schulleben aktiv mit. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei das Kinderparlament.
Ein Kinderparlament macht Demokratie bereits in der Grundschule erlebbar. Die Kinder lernen, ihre Meinung zu äußern, Argumente zu formulieren, anderen aufmerksam zuzuhören und unterschiedliche Standpunkte zu respektieren. Sie üben, Kompromisse einzugehen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und Verantwortung für die Schulgemeinschaft zu übernehmen.
In regelmäßigen Abständen besprechen die 32 Klassensprecher:innen aller Klassen aktuelle Themen, die für die gesamte Schulgemeinschaft von Bedeutung sind.
Die Anliegen werden zunächst in den einzelnen Klassen gesammelt und anschließend von den Klassensprecher:innen in das Kinderparlament eingebracht. Dabei moderieren die Schulsprecher:innen, unterstützt durch zwei pädagogische Fachkräfte, die eingebrachten Wünsche, Ideen und konkreten Herausforderungen aus dem Schulalltag. Gemeinsam werden mögliche Verbesserungs- und Lösungsvorschläge diskutiert.
Im Kinderparlament wird aber nicht nur diskutiert – es werden auch konkrete Entscheidungen vorbereitet und getroffen. Im Schuljahr 2025/2026 initiierte das Kinderparlament beispielsweise das Amt einer Vertrauensperson. Für die Wahl der Vertrauenspersonen entwickelte das Kinderparlament Interviewfragen zur Vorstellung der Bewerber:innen und filmte die Vorstellungsinterviews für die gesamte Schüler:innenschaft. Anschließend organisierten sie eine geheime Wahl: Der Bewegungsraum wurde mit Wahlkabinen in ein Wahllokal umgewandelt, die Stimmzettel in einer Wahlurne gesammelt sowie abschließend ausgezählt.
Zu jeder Sitzung dokumentieren die Kinder die Ergebnisse. Das Ergebnisprotokoll nehmen die Klassensprecher:innen anschließend mit in ihre Klassen, sodass alle Kinder im Klassenrat über die besprochenen Themen, Beschlüsse und Entscheidungen informiert werden. Auf diese Weise entsteht ein verlässlicher Austausch zwischen den Klassen und dem Kinderparlament.